Helau und Halt am Glas!

Verkehrswacht mahnt Jecken im Kreis Kleve zur Nüchternheit

Kreis Kleve. Alaaf und Helau – der Sitzungskarneval läuft auf Hochtouren und spätestens am 14. Februar, wenn der Straßenkarneval im Kreis Kleve losbricht, gibt es für die Jecken kein Halten mehr. Bunte Kostüme, klingende Musik und ausgelassene Stimmung bestimmen dann das Bild. Doch bei aller Feierlaune appelliert die Verkehrswacht Kreis Kleve e.V. eindringlich: Wer unterwegs ist, bleibt bitte nüchtern!

„Egal ob Auto, Motorrad, Fahrrad oder E-Scooter – wer sich ans Steuer oder auf den Sattel setzt, sollte das ausschließlich ohne Alkohol oder Cannabis tun“, betont Falk Neutzer, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht. Denn eines sei klar: „Andernfalls riskiert man nicht nur den Führerschein, sondern auch das eigene Leben und das der anderen.“

Damit die Party nicht am Straßenrand endet, verweist Neutzer auf jecke Alternativen: öffentliche Verkehrsmittel, Taxi oder der berühmte „nüchterne Freund“, der vielleicht gar nicht so karnevalsverrückt ist, aber dafür gern den Fahrdienst übernimmt. Und viele Wege, so Neutzer augenzwinkernd, ließen sich im Kreis Kleve ja auch ganz wunderbar zu Fuß bewältigen.

Besonders warnt die Verkehrswacht vor einem beliebten Irrtum: dem vermeintlich „nüchternen Morgen danach“. „Wer abends ordentlich zugelangt hat, kann auch Stunden später noch Restalkohol im Blut haben“, so Neutzer. Hausmittelchen wie fettiges Essen, viel Wasser oder gar eine kalte Dusche helfen dabei übrigens kein bisschen – der Körper baut Alkohol nur langsam ab.

Auch Zivilcourage ist gefragt: Wer mitbekommt, dass Freunde oder Bekannte alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss losfahren wollen, sollte nicht wegsehen. „Sprechen Sie es an und machen Sie klar, dass dieses Verhalten falsch ist und Leben gefährdet“, appelliert Neutzer.

Ein letzter Tipp für alle, die tatsächlich nüchtern bleiben: Auch das Kostüm muss verkehrstauglich sein! Sichtfeld, Gehör und Bewegungsfreiheit dürfen durch Masken, Hüte oder Umhänge nicht eingeschränkt werden – der Clown braucht schließlich den Durchblick.

Unterstützt wird die Aktion der Landesverkehrswacht in dieser Session von prominenten närrischen Botschaftern: Neben Landrat Christoph Gerwers stehen Tulpenprinzessin Janine I. aus Bedburg-Hau, das Gocher Prinzenpaar Sebastian I. und Mareike III., Prinz Mike I. aus Straelen, Prinz Tobi „Der Träumende“ aus Kleve sowie die 1. G.K.K. Rot-Weiß aus Goch hinter der Kampagne.

In diesem Sinne: Fröhlich feiern, sicher heimkommen – Helau, aber bitte ohne Promille am Steuer!